Umweltschutz

Wir verpflichten uns dazu, Umweltverschmutzung zu minimieren und die Umwelt zu schützen. Wir führen unser Unternehmen so, dass wir die negativen Auswirkungen unserer Aktivitäten auf Umwelt und Gesellschaft möglichst gering halten. Ein verantwortungsvoller und effizienter Umgang mit natürlichen Ressourcen ist für uns von hoher Bedeutung.

Verpflichtungen

  • Abfallreduktion, Vermeidung von Bodenverschmutzungen und Förderung eines umweltverantwortlichen Bergbaus
  • Schutz der Umwelt, effizienter Einsatz von Ressourcen und Vermarktung von Nebenprodukten in enger Zusammenarbeit mit Auftragnehmern, Lieferanten und Industriekunden von Uniper 

Ziele

  • Keine schwerwiegenden Umweltvorfälle1
  • Weiterführung der Zertifizierung von 100 % der operativen Anlagen von Uniper nach ISO 14001

Diese Verpflichtungen und Ziele unterstützen die SDG 12 und 15:

Umweltschutz

Die umweltbezogene Leistung unserer Anlagen hat wesentlichen Einfluss auf unsere betriebliche Effizienz, die Marktposition und die Reputation. Wir verpflichten uns zur Einhaltung aller einschlägigen Gesetze und anderer verbindlicher Vorschriften, um unerwünschte Luft, Wasser- oder Bodenemissionen zu verhindern. Maßnahmen, die über die Einhaltung gesetzlicher Anforderungen hinausgehen, werden auf Kosten-Nutzen-Basis bewertet und zentral koordiniert. Ziel ist es, das Potenzial für Reputations- und rechtliche Risiken gering zu halten. 

100 % unserer vollkonsolidierten Industrieanlagen sind nach ISO 14001 zertifiziert.

Um Umweltrisiken zu minimieren, setzen wir Umweltmanagementsysteme ein, die nach dem international anerkannten Umweltmanagementstandard ISO 14001 zertifiziert sind.

Wir haben uns das Ziel gesetzt keine schwerwiegenden Umweltvorfälle1 zu haben.

Alle Vorfälle und alle wesentlichen umweltbezogenen Beinahe-Vorfälle untersuchen wir gründlich. Ziel ist es, geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um Ähnliches künftig zu vermeiden. Wir tauschen außerdem systematisch Erkenntnisse über frühere Vorfälle im eigenen Konzern und in der gesamten Branche aus, damit sich diese nicht wiederholen.

Luftemissionen

Luftemissionen sind insbesondere für lokale Stakeholder ein wichtiges Thema. Wir definieren wesentliche Luftemissionen im Einklang mit internationalen Übereinkommen sowie nationalen Gesetzen oder Vorschriften. Im Berichtsjahr konnten wir unsere Luftemissionen weiter senken. Grund dafür war vor allem die geringe Auslastung unserer Kraftwerke in den Niederlanden und Frankreich.

Schwefeldioxid (SO2) entsteht vor allem durch die Verbrennung schwefelhaltiger Kohle. Mithilfe von Rauchgasentschwefelung können wir rund 90 % des Schwefeldioxids binden und so verhindern, dass es in die Atmosphäre gelangt. Im Jahr 2018 emittierten unsere Anlagen 18,4 Kilotonnen (kt) SO2, knapp 2,2 kt weniger als im Vorjahr.

NOx-Emissionen werden von unseren Gas- oder Kohlekraftwerken verursacht. Der größte Anteil entfällt auf unsere Kraftwerke in Russland. Im Jahr 2018 sanken diese Emissionen im Vergleich zum Vorjahr um 3,2 kt auf 57,4 kt.

Trotz umfangreicher Filter geben Kohlekraftwerke Staub ab. Darunter fallen Partikel mit einem Durch­messer von höchstens 10 Mikrometern. Unsere Kraftwerke stießen im Berichtsjahr 0,2 kt weniger Staubemissionen (oder Partikelemissionen) aus als im Jahr 2017.

Brennstoffeffizienz

Wir wollen aus jedem eingesetzten Kilogramm Brennstoff das Maximum an Energie herausholen.

Im Jahr 2018 wurden insgesamt 18 % weniger Kohle für Uniper-Kraftwerke verwendet als im Vorjahr – ein Trend, der sich seit 2015 fortsetzt. Unsere Kohlekraftwerke haben 2018 insgesamt 15 Mio. t Kohle und Braunkohle verbraucht. Das sind etwa 3,3 Mio. t weniger als im Vorjahr. Dieser Rückgang ist vor allem auf die geringere Strom­erzeugung in Russland und die Abschaltung der Blöcke 1 und 2 des Kraftwerks Maasvlakte im Juli 2017 zurückzuführen.

Abfallminimierung

Wir wollen Abfälle minimieren sowie Brennstoffe und andere natürliche Ressourcen effizient und verantwortungsvoll einsetzen. Außerdem wollen wir die Nebenprodukte der Stromerzeugung vermarkten. Das verhindert, dass sie auf Deponien verbracht werden. Außerdem wird keine zusätzliche Energie eingesetzt, um diese Produkte herzustellen.

Die Vermeidung oder Verwertung von Abfällen ist eine Möglichkeit, unseren ökologischen Fußabdruck zu verringern. Abfälle entstehen sowohl in unserer operativen als auch in unserer projektbezogenen Tätigkeit, beispielsweise bei der Demontage von Kraftwerken. Wir sind bestrebt, möglichst viele Abfälle zu verwerten oder zu recyceln. Unser Hauptziel ist es jedoch, Abfälle gar nicht erst entstehen zu lassen.

Im Jahr 2018 fielen 0,217 Mio. t Abfälle aus unserer operativen Tätigkeit an. Das entspricht dem Vorjahresniveau (2017: 0,219 Mio. t).

Nebenprodukte der Kraftwerkserzeugung besser verwerten

Wir vermarkten eine Reihe von Nebenprodukten aus unseren fossilen Kraftwerken. Diese Kraftwerke sind mit Anlagen zur Reinigung von Rauchgasen ausgestattet. Rauchgasreinigungsanlagen reduzieren Schwefelverbindungen und andere umweltschädliche Stoffe in Flugasche, Kesselsand oder Gips.

Gypsum is a by-product of the desulfurization process in coal-fired power stations. In 2018 we produced 0.4 million metric tons of it (2017: 0.9 million metric tons). We recovered and sold as by-products 99.4% of it. Our by-product gypsum displaces virgin-mined gypsum and is mainly used for the manufacture of drywall and othergypsum-based building materials.

Einen Beitrag zur Biodiversität leisten

Im Zuge des Genehmigungsverfahrens für den Bau und Betrieb eines Kraftwerks oder einer anderen Industrieanlage sammeln wir Daten zur Biodiversität am Standort und in dessen Umgebung. Auf diese Weise ermitteln wir die potenziellen Auswirkungen der Anlage. In Abstimmung mit Umweltbehörden richten wir anschließend Kontrollmechanismen ein, um diese Auswirkungen so gering wie möglich zu halten. Über die gesamte Nutzungsdauer einer Anlage überprüfen wir, ob diese Maßnahmen wirklich effektiv sind. Außerdem schützen und fördern wir, soweit möglich, den ökologischen Wert des Bodens im Umfeld unserer Anlagen. Uniper schult auch seine Mitarbeiter und Auftragnehmer zum Thema Biodiversität.

Gewässerschutz

Wir wollen Wasser verantwortungsvoll nutzen. Das bedeutet, dass wir alle geltenden Gesetze, Vorschriften und Genehmigungsbedingungen erfüllen, unsere Anlagen sorgfältig betreiben und eng mit einer Reihe an Stakeholdern zusammen arbeiten. Mithilfe interner Kontrollen minimieren wir unsere wasserbezogenen Risiken.

Im Jahr 2018 entnahm Uniper 4,3 Mrd. m3 Wasser für unsere Kühlanlagen (größtenteils Meerwasser). Das waren ungefähr 0,7 Mrd. m3 weniger als im Vorjahr (2017: 5 Mrd. m3). Dieser Rückgang ist vor allem darauf zurückzuführen, dass unsere Kraftwerke in den Niederlanden, Deutschland und Schweden weniger betrieben wurden. Einen Großteil des Wassers, das wir entnehmen, leiten wir wieder in die Quelle ein. Im Jahr 2018 belief sich dieser Anteil auf 99,2 %.

1Definition: die Freisetzung von Stoffen in den Boden, das Wasser und/oder die Luft, die zu langfristigen oder irreversiblen Veränderungen der biologischen oder physikalischen Umwelt oder zu einem weitreichenden Verlust von Lebensräumen und/oder Arten führt.

Weitere Informationen finden Sie in unserem Nachhaltigkeitsbericht 2018.