Kohlelieferkette

Verantwortungsvolle Beschaffung: die Herausforderungen verstehen

Die Verbrennung von Kohle hat negative Auswirkungen auf das globale Klima. Zahlreiche Länder ziehen deshalb den Ausstieg aus der Kohle als Teil ihrer Klimastrategien in Betracht. Das kann sich auch auf unsere Anlagen auswirken. Dennoch bleibt Kohle vorerst ein wichtiger Bestandteil im gegenwärtigen Energiemix – auch in unserem.

Etwa 9 von 28 GW unserer europaweiten Erzeugungskapazität setzen sich aus Kohlekraftwerken zusammen (Stein- und Braunkohle). Außerdem kaufen und verkaufen wir Kohle als Rohstoff im Rahmen unserer Handelsaktivitäten. In einigen Herkunftsländern steht der Kohleabbau in Verbindung mit negativen Auswirkungen auf lokale Gemeinschaften und die Umwelt.

Wir beziehen Kohle aus verschiedenen Ländern, unter anderem Russland, Südafrika und Kolumbien.

125  Containerschiffe

Die Menge an Kohle, die Uniper 2016 beschafft hat – 25 Mio t – würde 125 Mal in das weltweit längste Containerschiff passen. Wir beziehen diese Kohle für unsere eigenen Anlagen sowie für den Handel mit Dritten.

Solange wir immer noch auf Kohle als Energieträger angewiesen sind, übernehmen wir Verantwortung für die Brennstoffbeschaffung. Das bedeutet, dass wir mit anderen wichtigen Akteuren im Kohlesektor zusammenarbeiten, um Verbesserungen in der Kohlelieferkette gemeinsam voranzutreiben. Hierfür ist es entscheidend, dass wir die länderspezifischen Herausforderungen verstehen.

Es ist wichtig, dass wir Verantwortung für Kohle und andere Rohstoffe, mit denen wir handeln, übernehmen. Wir arbeiten eng mit Regierungen, niederländischen Botschaften in den Beschaffungsländern und einer Vielzahl weiterer Stakeholder zusammen. Dadurch versuchen wir ein starkes Multi-Stakeholder-Netzwerk aufzubauen, das die Herausforderungen in den produzierenden Ländern angeht. Dabei ist für uns am wichtigsten, dass wir mit der Bettercoal-Initiative zusammenarbeiten und uns mit den Anliegen von NGOs wie ActionAid beschäftigen.

Edwyn Kotylak, Pressesprecher/Senior Communication Advisor (Uniper in Benelux)

Zwei Perspektiven zum Thema Kohle

2016

Letztes Jahr haben wir in Südafrika Kohleminen, örtliche Behörden und die niederländische Botschaft besucht. Wir waren auch in den lokalen Gemeinden unterwegs, um den Menschen vor Ort zuzuhören. Möglich war das nur durch die Unterstützung von ActionAid. Daraus hervorgegangen sind Aktionspläne sowohl für die Regierung als auch für die Energieversorger.

2017

Wir haben uns einer ähnlichen Mission in Kolumbien angeschlossen, die dieses Mal von Bettercoal organisiert wurde. Durch eine Reihe von Treffen mit Stakeholdern hat sich die Präsenz von Bettercoal innerhalb des Landes erhöht. Als Ergebnis haben zwei größere kolumbianische Kohleproduzenten Bereitschaft signalisiert, sich im Jahr 2017 stärker am Bettercoal-Programm zu beteiligen.

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